06. Aug: A cosy day
Heute will ich mal nicht viel machen. Das Rumlaufen gestern war zwar nett, aber trotzdem anstrengend. Ich will die Gelegenheit nutzen, um mal den Blog auf ganz aktuellen Stand zu bringen und endlich mal ein paar Mails zu beantworten (quasi Fan-Post (-;) Allerdings nicht den ganzen Tag, schließlich gibt's ja besseres als nur am Computer zu sitzen. Und da heute die Sonne vom Himmel lacht (wie eigentlich schon fast seit dem ich hier bin) beschließe ich ein paar Stunden am Strand einzulegen. Mein ansonsten so treuer Reisebegleiter, der "Lonely Planet", lässt mich hier allerdings etwas im Stich. Zwar werden einige Strände aufgelistet - bestimmt wahre Traumstrände - allerdings würde ich bis dorthin bestimmt mindestens ein einhalb Stunden brauchen. Und für nur zwei Stunden am Strand ist mir das dann doch zu weit. Aber Fran meint, dass es einen netten Strand auf "Castle Island" gäbe. Und zum Glück gibt es ja Internet, so dass ich schnell erfahre, dass ich da per T-Line eigentlich nicht all zu lange brauchen sollte. Also auf geht's...Ist auch gar nicht schwer zu finden, so dass schon bald meine Füße im Atlantik stehen! (Ihr wisst, wie gerne ich Fußfotos mache, und die will ich Euch nicht vorenthalten...) Tja und nach einem bißchen Schwimmen verbringe ich ein bis zwei Stunden damit mich von der Sonne braten zu lassen und nebenbei den "Xenophobus guide to America" (sponsered by friends...) zu lesen. Ich vermute, dass die Autorin (eine NY'in) einfach alles genommen hat, was ihr so einfiel und dann ins lächerliche verdreht. Das ist zwar teilweise echt lustig, aber das einzige was man darin über Amerika lernt ist, dass alle anders sind...
Irgendwann habe ich dann die Schnauze voll und mache mich auf den Weg zurück. Und dabei werde ich Zeuge des „Breast Cancer 3-Day“. So ganz habe ich das nicht verstanden, aber es geht wohl darum, dass die Beteiligten drei Tage wandern, um Fundraising für eine „Breast Cancer Foundation“ zu betreiben. Und heute ist Zieleinlauf.
Die „Geher“ werden ungefähr so gefeiert wie die Fahrer der Tour de France am Ziel einer Alpenetappe: Plakate, Blumen, schreiende Fans, riesige Trucks (!) mit Ausrüstung und massenweise Leute mit „staff“ T-Shirts... Mit dem "Xenophobus guide to America" im Hinterkopf weiß ich ja, dass Amerikaner sich gerne für alles feiern und einfach immer gute Laune im Höchstmaß verbreiten müssen. Aber dennoch; mir kommt das hier etwas komisch vor.
Wieder in Boston angekommen (der Weg zurück nach Newton führt über Boston-„Downtown“) beschließe ich das gute Wetter noch für einige Panoramafotos zu nutzen. Laut "Lonely Planet" hat man den besten Blick auf die Stadt, wenn man auf der Longfellow-Brücke den Charlesriver überquert. Und wirklich, der Blick ist unglaublich (noch dazu bei dem Wetter)!

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