Freitag, August 11, 2006

11. Aug: Mein Freund, das Internet???

Was wäre die heutige Welt, wenn nicht (fast) jeder Rechner über eine Datenleitung an unzählige weitere Rechner gekoppelt wäre? Vielleicht etwas stromsparender, aber mit Sicherheit ganz schön anders. Und wer nicht dazu gehört, der sperrt sich von vielem aus. (Obwohl ich zugeben muss, dass meine Großeltern bisher auch bemerkenswert gut ohne dieses Wunder) Ich z.B. hätte ohne das Internet (für alle, die es sich noch nicht gedacht hatten, davon rede ich gerade. (-; ) nicht so einfach die Möglichkeit Euch alle mit meinem täglichen großen und (meist) kleinen Erlebnissen zu beglücken...

Und da ich heute mal wieder etwas Zeit zwischendurch hatte, habe ich doch direkt mal meine Präsenz im www um einiges ausgeweitet. Ihr (bzw. nur die von Euch, die sich davon nicht ausschließen) findet mich seit heute im Studieverzeichnis und ich habe mir ein ICQ-Account (Nr.328-584-135) mit dem tollen Nickname Jasn zugelegt. Ich bin zwar kein Freund von diesem "man verwendet im Internet nur Spitznamen"-Dedöns, aber für ICQ hielt ich das für besser. Allerdings ist Jasn eine Abkürzung für ???? - Wer Lust hat, kann ja etwas rumraten. Ich werde dann die amüsantesten, nettesten und/oder ironischsten Antworten zusammen mit meiner "Anwort" im Laufe der Woche posten. (Dies ist mein erster Versuch diesen Blog etwas interaktiver zu gestalten. Anregungen für weitere Spielchen nehme ich gerne entgegen...)

OK, zurück in die Realität - für mich also zurück nach Boston: Meine Blots haben heute mal wieder nicht ganz das erhoffte Ergebnis gebracht. Aber - Trommelwirbel - zumindest haben wir jetzt eine gute Ahnung, woran es liegen könnte, dass die vorherigen Versuche nicht klappten: Bei dem einen Substrat funktioniert unsere Immunpräzipitation einfach nicht (blöde Antikörper), während das andere Substrat vielleicht gar nicht erst von unserem Stamm expremiert wird. Das werde ich dann am Montag klären.

Von diesen "Ergebnissen" abgesehen hatten wir heute wieder einen besonderen Vortrag. Zu Gast war Dirk Görlich (die Lübecker sollten ihn kennen; Anfang März im Zellbiologischen Kolloquium gewesen und "Entdecker" der Importine) mit dem Thema "The Permeability Barrier of The Nuclear Pore Complex". Nicht schlecht, was die da in Heidelberg so treiben. Allerdings nicht mehr lange, denn so wie ich das verstanden habe wird Dirk Görlich demnächst Direktor eines MPI's in Göttingen. Tja, an die HMS kommt nicht jeder ;-)

Und nach dem Vortrag habe ich dann um vier Uhr Schluß gemacht. Bevor ich nach Hause gefahren bin, war ich noch erst fürs Wochenende einkaufen. Und die Preise sind in der Zwischenzeit nicht besser geworden. Aber was soll's? Irgendwovon muss der Mensch ja leben. Deswegen bin ich seit heute auch Besitzer von "Peanut butter" auf die die Amis doch so stehen. Das muss ich doch auch mal ausprobieren.
Beim Einkaufen habe ich dann noch eine etwas ältere Dame (Susann) getroffen, die in der Schlange hinter mir stand und mich, nachdem sie mich einige Zeit gemustert hatte, fragte was das auf meinem T-Shirt (eins von meinen Uni Lübeck Shirts) heißen soll. Als ich dann sagte, dass ich aus Deutschland wäre und dort eigentlich studiere, hat sie mir freudestrahlend erzählt, dass sie letztes Jahr im Sommer in Deutschland Urlaub gemacht hätte und wie schön es gewesen wäre und wie nett alle waren. Wir unterhalten uns also eine Weile und dann bittet sie mich ihr meine Mailadresse aufzuschreiben. Weiß der Himmel wofür... Höre ich wahrscheinlich nie was von.

Zwei Dinge noch am Rande:
Zum einen fahre ich morgen nicht zum Mt. Lafayette, da Tom mich quasi wieder ausladen musste. Das hat aber nichts mit meiner Person zu tun, sondern schlicht und allein damit, dass sein Wagen mit ihm, seiner Tocher und Anhang sowie mit Dirk Görlich nebst einer Freundin bereits voll ist. Und da kein andere aus dem Lab mitfährt, steht auch kein weitere Wagen zur Verfügung. Aber so werde ich einfach meinen ursprünglichen Plan verfolgen und trotzdem morgen Hiken gehen. Und zwar in den Bostoner Hafen. Nein, das habt ihr schon richtig verstanden. Allerdings muss ich erklärend hinzufügen, dass in/vor der Hafenbucht mehrere kleine Inseln liegen, die Naturreservate sind und sehr schön sein sollen!
Das zweite ist, dass ich dieses Wochenende "sturmfrei" habe. Fran und Mike sind übers Wochenende weg und haben mir quasi das Haus anvertraut. Blöd nur, dass ich kaum jemanden hier kenne um eine wilde Party/Orgie zu veranstalten.