Freitag, August 18, 2006

18. Aug: Meine ersten Amis

Nachdem "gelungen" Ende des gestrigen Tages bestand für mich heute die erste Aufgabe darin, dass ich irgendwie das Fahrrad wieder repariert bekomme. Zum Glück hat Fran mich mit dem Auto zum nächsten Fahrradladen gebracht, wo ich dann für 5, 20$ einen neuen Schlauch kaufen konnte. Das hat den Wert des Fahrrads mal glatt verdoppelt! Nach der Reparatur bin ich dann ins Labor, wo ich gegen 11 eintraf. Hat aber irgendwie niemanden gestört. Denn ich war bei weitem nicht der letzte - die Arbeitszeiten sind hier anscheinend völlig frei...

Heute stand für mich eh nicht viel auf dem Programm. Lediglich ein paar Zellen ernten und wegfrieren, den Blot mit anderem Antikörper entwickeln. Um 2 Uhr war dann wieder Journal-Club. War diesmal wirklich interessant. Anscheinend hat man eine neue Art von nicht-kodierender RNA (neben miRNA, siRNA, shRNA etc.) entdeckt.
Ach ja, nicht zu vergessen ist, dass heute auch wieder Department Happy Hour war. Heute gab es Hot Dogs, Tortilla-Chips und natürlich Bier. (Habe ich schon erwähnt, dass ich finde, dass wir das auch einführen sollten?)

Und dann stand da natürlich als Highlight des Tages das Treffen mit Marielle und ihren Freunden im Pub auf dem Programm. Als ich dann um sieben aus dem Lab raus war bin ich also zu dem Pub. Die Frage war nun, welcher Tisch - bzw. welche Leute - sind nun "meine" Amis? Aber so schwer war das nicht, denn ein ganzer Tisch drehte sich um, als ich eintrat. Und siehe, es war richtig. Nachdem wir uns dann alle vorgestellt haben (gesamt waren das ungefähr acht Leute) wurde mir erzählt, dass Sonja, eine deutsche PhD-Studentin, bei meinem Eintreten wohl direkt gesagt hat, dass ich ein Deutscher sei. (Hätte ich vielleicht doch keine Lederhose anziehen sollen(-; )
Es wurde dann auch recht lustig. Später kamen noch andere, unter anderem weitere Deutsche, dazu. Dennoch musste ich einige "kulturelle" Unterschiede feststellen. Zum einen muss ich sagen, dass die Amis ein ganz schön lautes Volk sind! Wir haben uns gestern im Pub eigentlich fast nur angeschriehen, obwohl die Musik gar nicht so laut war. Und darüber hinaus sind die sich auch noch alle gegenseitig ins Wort gefallen. Wow, das war antrengend. Aber zumindest war mein Englisch nach dem ersten Bier wesentlich flüssiger...
Zum anderen sind die doch wesentlich offener was das Thema "Partnerschaft und Sexualität" angeht, als ich gedacht hätte. Denn ziemlich schnell wurde sich darüber ausgetauscht, wer denn nun mit wem in letzter Zeit (OK, das machen wir ja dann auch) und wie gut denn Sex mit wem war. Das hat mich dann doch etwas überrascht. Aber nun gut. So sind sie halt die Amis...
Später wir dann noch mit mittlerweile nur noch fünf Leutchen eine Kneipe weitergezogen. Wie gesagt: Sehr lustig. Und die vier (Kris, Adam, Janice und Marielle) haben mich dann auch noch zu einer Party am Samstag miteingeladen. Bzw. eigentlich hat Kris mich eingeladen, da sie die einzige ist, die die Gastgeberin überhaupt kennt. Aber auch das ist hier wohl normal: Ich lade Dich ein und Du bringst mit, wen Du kennst. Und wenn die dann auch noch jemanden mitbringen: OK...
Gegen 11 haben wir dann die "Gesellschaft" aufgelöst. Das lag aber vor allem daran, dass die alle schon seit halb fünf dran waren mit Bier trinken und sie deswegen einfach nicht mehr konnten. Aber morgen geht's ja weiter...

1 Comments:

At Montag, 21 August, 2006, Anonymous Anonym said...

na wenn das am Wochenende mal keine kopfschmerzen gibt :-)

 

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