Freitag, September 08, 2006

08. Sept: reinklotzen

Die Woche über habe ich ja nicht viel geschafft - Achim sagte schon, wenn das immer in Harvard so "easy going" ist, dann kommt er auch hierhin. Aber heute werde ich mal wieder einen Assay starten. Vielleicht gibt's ja dieses Mal Ergebnisse. Aber dafür bin ich auch den ganzen Tag beschäftigt! Während des Mittagsessen läuft die Zentrifuge (habe also genau 30 min Pause), den Journalclub kann ich nutzen um die Stunde Inkubation abzuwarten, während der Happy Hour - heute mit leckeren Burritos und viel Bier - warte ich auf meine IP und als ich dann abends mit ein paar Deutschen (Susanne vom Visa-Seminar, Julia aus ihrem Labor und Bernd, ein Freund) im Pub sitze verschwinde ich immer mal wieder zwischendurch, um mein Gel laufen zu lassen oder es zu blotten.
Dennoch ist der ganze Tag eigentlich ziemlich gut gelaufen. Meine Laune war ziemlich gut.
Alex, ein Postdoc, führte mich heute kurz in die hier im Labor verwendete "Happiness-Skala" ein (wie würdest Du Deine momentane "Happiness" auf einer Skala von 1 bis 10 einordnen, wobei 1 "nearly dead" und 10 "orgasm like" bedeutet). Ich denke, dass ich am Freitag auf durchschnittlich 8,5 kam - und das obwohl ich ja fast nur gearbeitet habe...
Ach so: Gedrückt wurde diese 8,5 abends allerdings erheblich durch eine kleine Dummheit meinerseits. Im Pub konnte ich mich nicht entscheiden, welches Bier zu bestellen wäre, was bei einer Auswahl von bestimmt 30 verschiedenen auch nicht so einfach ist... Und da dachte ich mir, nimm doch einfach mal eins mit einem lustigen Namen. Also bestellte ich "old engine oil beer", was allerdings wirklich wie altes Maschinenöl schmeckte. Ein wahnsinns Spaß für die anderen.