14. Sept: Wieder ein Unterschied
Kurz nach zehn Uhr abends. Ich bin erst vor etwa einer Stunden nach Hause gekommen und das auch noch klitsch nass. Denn das Wetter hat irgendwann heute im Laufe des Tages beschlossen, dass kalt ja irgendwie blöd ist (OK) und das Regen vielleicht netter wäre (nicht OK).
Aber das macht mir gerade gar nicht so viel aus. Denn heute abend habe ich mal wieder einen der Unterschiede erlebt, der eben zeigt, warum Harvard als Spitzenklasse angesehen werden kann, während Lübeck doch nun mal eher Provinz ist...
Aber der Reihe nach:
Nachdem ich die letzten Tage immer recht früh im Labor war, habe ich heute mal wieder etwas ausgeschlafen. Und der Tag war dann auch recht angenehm. Nicht allzuviel zu tun, aber auch nicht zu wenig - na ja, eben ein normaler Tag. Alex - einer der Postdoc - erzaehlte mir irgendwann zwischendurch, dass abends um halb sechs ein Vortrag von Eric Lander waere. Eric Lander? Konnte ich nichts mit anfangen, aber Alex ueberzeugt mich dann, dass es sich wirklich lohnen wuerde.
Fuer alle, denen es aehnlich ging wie mir: Lander ist Leiter des "Broad Institute" hier in Boston, außerdem Professor am MIT und an der Harvard Medical School. Das Broad Institut ist eines der Insitute, die maßgeblich am "Humane genome project" beteiligt waren. Und unter anderem darum ging es auch in seinem Vortrag: Er fing ganz langsam an, wie Menschen die Welt vor ein paar Jahrhunderten sahen, was es dann fuer Entdeckungen gab und wie wir heute (wissenschaftlich) voranschreiten. Kernaussage war, dass der Fortschritt immer schneller voran geht. Er erlauterte das super am Beispiel des Human genome project: Als man damit anfing, musste man noch viel von Hand machen. Alles dauerte Ewigkeiten. Mit der Automatisierung und Verbesserung der Verfahren giing alles schneller. Und nachdem man dann nach vielen Jahren mit dem menschlichen Genom fertig war, konnte man mit all den Fortschritten weitere Saeugergenome in wesentlich kuerzerer Zeit entschluesseln. Heute sind 18 versch. Saeugergenome (neben einigen anderen Modelorganismen) komplett sequenziert und weitere kommen wahnsinnig schnell dazu. Was man mit diesen ganzen Daten anfangen kann, erlauterte er in einem zweiten Teil. Wow...
Ich kann nicht den ganzen Vortrag wiedergeben, aber es war auch nicht nur das, was er erzaehlte - OK, auch das war schwer beeindruckend - sondern vor allem auch mit welcher Begeisterung und Hingabe er es erzaehlte. So was hatte ich bisher noch nicht erlebt...
Um zum Anfang zurueck zu kommen: Was ich vor allem mit "Spitzenklasse" meinte, ist, dass sich hier in Boston jede Menge Colleges und Universitaeten befinden. Und die sind Anziehungspunkt fuer verschiedenste Spitzenleuten. Hier sind die versammelt, die viel bewegt und erreicht haben. Und das merkt man u.a. daran, dass dauernd irgendwo Vortraege gehalten werden, die man einfach hoeren muss. Man kann so sehr viel von der Begeisterung, Kompetenz und Erfahrung aufschnappen, die hier einfach aufkonzentriert ist... Und das ist wirklich motivierend!
Aber das macht mir gerade gar nicht so viel aus. Denn heute abend habe ich mal wieder einen der Unterschiede erlebt, der eben zeigt, warum Harvard als Spitzenklasse angesehen werden kann, während Lübeck doch nun mal eher Provinz ist...
Aber der Reihe nach:
Nachdem ich die letzten Tage immer recht früh im Labor war, habe ich heute mal wieder etwas ausgeschlafen. Und der Tag war dann auch recht angenehm. Nicht allzuviel zu tun, aber auch nicht zu wenig - na ja, eben ein normaler Tag. Alex - einer der Postdoc - erzaehlte mir irgendwann zwischendurch, dass abends um halb sechs ein Vortrag von Eric Lander waere. Eric Lander? Konnte ich nichts mit anfangen, aber Alex ueberzeugt mich dann, dass es sich wirklich lohnen wuerde.
Fuer alle, denen es aehnlich ging wie mir: Lander ist Leiter des "Broad Institute" hier in Boston, außerdem Professor am MIT und an der Harvard Medical School. Das Broad Institut ist eines der Insitute, die maßgeblich am "Humane genome project" beteiligt waren. Und unter anderem darum ging es auch in seinem Vortrag: Er fing ganz langsam an, wie Menschen die Welt vor ein paar Jahrhunderten sahen, was es dann fuer Entdeckungen gab und wie wir heute (wissenschaftlich) voranschreiten. Kernaussage war, dass der Fortschritt immer schneller voran geht. Er erlauterte das super am Beispiel des Human genome project: Als man damit anfing, musste man noch viel von Hand machen. Alles dauerte Ewigkeiten. Mit der Automatisierung und Verbesserung der Verfahren giing alles schneller. Und nachdem man dann nach vielen Jahren mit dem menschlichen Genom fertig war, konnte man mit all den Fortschritten weitere Saeugergenome in wesentlich kuerzerer Zeit entschluesseln. Heute sind 18 versch. Saeugergenome (neben einigen anderen Modelorganismen) komplett sequenziert und weitere kommen wahnsinnig schnell dazu. Was man mit diesen ganzen Daten anfangen kann, erlauterte er in einem zweiten Teil. Wow...
Ich kann nicht den ganzen Vortrag wiedergeben, aber es war auch nicht nur das, was er erzaehlte - OK, auch das war schwer beeindruckend - sondern vor allem auch mit welcher Begeisterung und Hingabe er es erzaehlte. So was hatte ich bisher noch nicht erlebt...
Um zum Anfang zurueck zu kommen: Was ich vor allem mit "Spitzenklasse" meinte, ist, dass sich hier in Boston jede Menge Colleges und Universitaeten befinden. Und die sind Anziehungspunkt fuer verschiedenste Spitzenleuten. Hier sind die versammelt, die viel bewegt und erreicht haben. Und das merkt man u.a. daran, dass dauernd irgendwo Vortraege gehalten werden, die man einfach hoeren muss. Man kann so sehr viel von der Begeisterung, Kompetenz und Erfahrung aufschnappen, die hier einfach aufkonzentriert ist... Und das ist wirklich motivierend!
0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home