Donnerstag, Oktober 05, 2006

05. Okt: On the road again

Nach der nicht ganz so schönen Ankunft in Montréal gestern abend mit der tollen "Wohnungsüberraschung" (zu allem Überfluss regnete es auch in Strömen) und einer ziemlich ungemütlichen Nacht packe ich heute morgen so schnell wie möglich meinen Rucksack. Den Rest meiner Sachen lasse ich gut verschlossen in den Koffern. Besser ist...
Frühstück gibt's heute bei DunkinDonuts. Denn ohne will ich mich nun wirklich nicht auf dem Weg machen.
Ich hatte mir bereits von Boston aus ein Auto reserviert, da am Montag in Kanada "Thanks Giving" gefeiert wird und damit frei ist. Gegen elf Uhr hole ich den Wagen dann ab - einen PT Cruiser von Chrysler (ziemlich schick, wie wahrscheinlich alle Wagen hier mit Automatikgetriebe) - und verschwinde aus der Stadt. Auf dem Highway 401 geht es gen Westen (Sehr praktisch an dem Wagen: Im Amaturenbrett ist ein kleiner Kompass eingebaut).

Mittags habe ich dann irgendwo zum Essen gehalten. Praktischerweise war da auch direkt ein großer Supermarkt, in dem ich mich mit einigen Dingen für meine ersten Tage in Montreal eingedeckt habe. Denn wer weiß, wie weit ich von der Wohnung zum Supermarkt werde laufen müssen. Und ich kann ja am Wochenende alles im Auto lassen. Wie ausgesprochen praktisch!
Der nächste Stopp ist dann nachmittags zum Tanken und Kaffee trinken. Ihr werdet daheim weinen, aber ich habe hier gerade mal 79,9 kanadische Cent für einen Liter Benzin gezahlt. Das sind nicht mal 55 Euro-Cent!
In der Gegend um Toronto bin ich dann in den Feierabendverkehr gekommen. Ich bin richtig froh, dass ich nicht vor hatte heute schon nach Toronto rein zu fahren. So viel Verkehr wenn man keine Ahnung hat wäre nicht schön.
Also wurschtel ich mich da durch und finde irgendwann auch die richtige Abfahrt zum QueenElizabeth-Highway, der mich in Richtung Niagara Falls führt. Allerdings komme ich heute nicht mehr ganz nicht so weit. Kurz hinter Hamilton suche ich mir gegen halb zehn ein Motel. Und ich bin richtig fertig von der ganzen Fahrerei. 650 km sind ja eigentlich nicht so viel, aber diese Kanadier haben auf allen Highways ein Tempolimit von 100 km/h. Und das nervt!
Das Motel ist übrigens genau so, wie man das aus amerikanischen Roadmovies kennt: Am Straßenrand sind einige nur einstöckige "Bungalows" aufgestellt. Daneben eine Bar/Restaurant. (Habe leider kein Foto gemacht...) Außerdem gibt's noch eine Tankstelle und einen Parkplatz, auf dem bereits ein halbes Dutzend Trucks stehen.
Zum Abendessen gönne ich mir einen riesigen Burger und dann verschwinde ich ins Bett.