Dienstag, Oktober 10, 2006

10. Okt: der wahre erste Tag

So, auch wenn immer noch ein paar Einträge der letzten Tage fehlen, so habe ich mir doch gedacht, dass ich nun zumindest wieder anfange die aktuellen zu tippen, bevor ich nachher überhaupt nicht mehr nachkomme.
Heute morgen habe ich auf den Weg zur Uni erst mal den geliehen Wagen zurück gebracht. Und das ohne mich zu verfahren! Das bedeutet, dass ich auch ohne Autoatlas mich genau kein Mal auf meiner Tour - die sich übrigens laut Abrechnung über genau 1404 km erstreckte - verfahren habe. Bin ich gut, oder was? (Na ja, ich muss ja zugeben, dass bei der Strecke meistens nur die Herausforderung daraus bestand das Auto gerade zu halten, bzw. alle hundert Kilometer mal eine Kurve zu fahren...)
Und direkt danach kam dann mein erster Tag in McGill. Die Begrüßung war direkt sehr herzlich und Dirk war auch wesentlich besser vorbereitet als das Rapoport-Lab damals in Boston. So sind die Deutschen eben ;-)
Aber davon abgesehen war es ein normaler erster Tag: den Leuten vorgestellt werden (im Labor dort sind neben Dieter Reinhardt als Chef und Dirk als Postdoc noch Melkamu, ebenfalls Postdoc, Laetitia - PhD - und Christine - TA), einige Paper lesen, Arbeitsplatz belegen, Essen gehen etc...
Und die Arbeit fängt dann wahrscheinlich so richtig morgen an... Mal sehen.
Als ich dann Schluss gemacht habe, bin ich auf dem Weg zur Metro noch etwas über den Campus gestreift. Wirklich nett.
Auch nett ist, dass ich nicht mehr eine Stunde nach Hause brauche. Da ich noch einkaufen war, kann ich nicht sagen wie lange ich hier brauche, aber es ist mit Sicherheit keine Stunde wie in Boston!
Tja, einkaufen: Da ich hier ja nichts habe, muss ich nun anfangen komplett die Sachen zu holen, die ich hier für die Küche brauche. Und dabei vergißt man schnell die einfachsten Dinge, z.B. Salz... Aber da ich derzeit eh versuche in diese WG-Sache hier etwas WG-Leben hinein zubringen, habe ich mir das Salz von Hero geliehen. Und er ist im übrigen auch dem Prinzip des "Allgemeinbesitz" bestimmter Dinge (Gewürze, Spülmittel etc.) nicht abgeneigt. Mister Andre ist ja eigentlich der Meinung, dass jeder alles selber haben muss, um ja keine Probleme aufkommen zu lassen, doch warum hier irgendwann sieben Flaschen Spülmittel stehen müssen verstehe ich nicht. Ich weiß halt nicht, ob er irgendwie schlechte Erfahrungen gemacht hat oder einfach nur fürchterlich phantasielos ist...
Nach dem Einkauf habe ich übrigens hier auch zum ersten Mal gekocht. Ging ja doch ganz gut. Es wird also von Tag zu Tag besser mit der Wohnung!