24. Okt: Vorträge noble Preise und Symphonien
Zum Mittagessen gab es heute mal was besonderes. Denn es wurde beschlossen, dass wir heute nicht einfach nur in die Kantine, sondern ins Thomson Haus gehen. Das ist das "Vereinshaus" der "Post-Graduate Students' Society of McGill University". So eine Art Club, in den man nur als Mitglied reinkommt (pro Mitglied ein Gast). Im Untergeschoß habe die ein Restaurant (mal Mittagessen ohne Selbstbedienung), und das Essen ist wirklich gut und üppig. Und mit Kaffee und Cookie (Wahnsinn: weiße-Schokolade-mit-Mandel-Cookie) und Trinkgeld bezahle ich auch nur 10$ (was dank des guten Wechselkurses gerade mal 7€ sind.)
Zurück im Labor mache ich mich dann direkt auf zur "Vorlesung". Ich habe in der ersten Woche eine Vorlesung gehört, die Dieter zum Thema "Fibrilline" gehalten hat, und habe beschlossen, die ganze Vorlesungsreihe zum Thema "Extrazelluläre Matrix" zu hören. Denn ich muss sagen, dass man hier wenigstens was dabei lernt. Denn im Gegensatz zu der in Lübeck habe ich nun z.B. wirklich verstanden welche Funktion Knorpel hat und warum er diese wie erfüllen kann!
Und nach der Vorlesung geht's dann fast direkt weiter zum nächsten Vortrag: Heute fand irgendein Symposium mit öffentlichen Vorträgen einer Gesellschaft statt, wo zum Abschluss Linda B. Buck (die ja bekanntlich 2004 zusammen mit Richard Axel den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin „für die Erforschung der Riechrezeptoren und der Organisation des olfaktorischen Systems“ erhielt) einen Vortrag über ihre Forschungsthema hält. Und nach dem Vortrag weiß ich eines mit Sicherheit: Den Nobelpreis hat sie sicherlich nicht für ihre Vorträge erhalten. Ich habe selten eine langweiligere Vortragungsweise gehört (und eigentlich sollte man auch wissen, dass man bei einem Vortrag keine Folien mit Schriftgröße 14 oder kleiner verwendet...). Hinzu kam dann noch, dass das mich das Thema auch nicht so interessiert, denn ihre Arbeit gehen weniger um biochemische Charakterisierung der Rezeptoren (einfach nur G-Protein gekoppelt) als um neuronale Verknüpfungen und Neurobiologie. Nun ja, zumindest gab es vorher Kaffe umsonst...
Abends gab's dann einen weitere Besonderheit: Dirk hat als treuer Symphonie-Orchester-Besucher zwei Karten geschenkt bekommen und mich gefragt, ob ich nicht heute abend mitkommen will. Und so gehen wir nach dem Labor ins "Orchestre symphonique de Montréal": Gespielt wird heute:
Zurück im Labor mache ich mich dann direkt auf zur "Vorlesung". Ich habe in der ersten Woche eine Vorlesung gehört, die Dieter zum Thema "Fibrilline" gehalten hat, und habe beschlossen, die ganze Vorlesungsreihe zum Thema "Extrazelluläre Matrix" zu hören. Denn ich muss sagen, dass man hier wenigstens was dabei lernt. Denn im Gegensatz zu der in Lübeck habe ich nun z.B. wirklich verstanden welche Funktion Knorpel hat und warum er diese wie erfüllen kann!
Und nach der Vorlesung geht's dann fast direkt weiter zum nächsten Vortrag: Heute fand irgendein Symposium mit öffentlichen Vorträgen einer Gesellschaft statt, wo zum Abschluss Linda B. Buck (die ja bekanntlich 2004 zusammen mit Richard Axel den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin „für die Erforschung der Riechrezeptoren und der Organisation des olfaktorischen Systems“ erhielt) einen Vortrag über ihre Forschungsthema hält. Und nach dem Vortrag weiß ich eines mit Sicherheit: Den Nobelpreis hat sie sicherlich nicht für ihre Vorträge erhalten. Ich habe selten eine langweiligere Vortragungsweise gehört (und eigentlich sollte man auch wissen, dass man bei einem Vortrag keine Folien mit Schriftgröße 14 oder kleiner verwendet...). Hinzu kam dann noch, dass das mich das Thema auch nicht so interessiert, denn ihre Arbeit gehen weniger um biochemische Charakterisierung der Rezeptoren (einfach nur G-Protein gekoppelt) als um neuronale Verknüpfungen und Neurobiologie. Nun ja, zumindest gab es vorher Kaffe umsonst...
Abends gab's dann einen weitere Besonderheit: Dirk hat als treuer Symphonie-Orchester-Besucher zwei Karten geschenkt bekommen und mich gefragt, ob ich nicht heute abend mitkommen will. Und so gehen wir nach dem Labor ins "Orchestre symphonique de Montréal": Gespielt wird heute:
- Maurice Ravel: Le Tombeau de Couperin
- Camille Saint-Saens: Konzert für Piano Nr. 2 in G-Moll, op.22
- Dmitri Chostakovitch: Symphony Nr. 15 in A-Dur, op. 141
Ravel war eher leichte "easy-listening" Musik und das Klavierkonzert war auch nicht besonders schwere Kost. Allerdings hat mir dieses äußerst gut gefallen. Und nach der Pause kam dann die Symphonie. Und auch wenn ich sagen muss, dass Chostakovitch nicht ganz leicht ist (wie Dirk sagte: Wenn man aber bedenkt was in den 70' Jahren noch so alles komponiert wurde...), so hat er mich doch schwer beeindruckt. Das Orchester war üppig besetzt, dennoch gab es nur wenige Tutti, so dass fast jede Klangfarbe mit Soli aufwarten konnte. Wirklich sehr bunt.
Allerdings bekommt Montréal in Sachen Zuschauer schlechte Noten von mir. Denn zu meinem Bedauern muss ich sagen, dass ich noch nie ein Konzert erlebt habe, bei dem das Publikum so unruhig war. Es wurde gehustet, mit Bonbons geraschelt und einmal klingelte sogar ein Handy. Und dann diese Frühklatscher. Gerade ist der letzte Ton gespielt, da wird schon applaudiert. Es wird nicht gewartet, bis der Ton verklungen ist. Nein, vorbei und oh, jetzt bin ich dran... Wirklich nervig! (Diese "Typen" sind allerdings während der Pause verschwunden.)
Allerdings bekommt Montréal in Sachen Zuschauer schlechte Noten von mir. Denn zu meinem Bedauern muss ich sagen, dass ich noch nie ein Konzert erlebt habe, bei dem das Publikum so unruhig war. Es wurde gehustet, mit Bonbons geraschelt und einmal klingelte sogar ein Handy. Und dann diese Frühklatscher. Gerade ist der letzte Ton gespielt, da wird schon applaudiert. Es wird nicht gewartet, bis der Ton verklungen ist. Nein, vorbei und oh, jetzt bin ich dran... Wirklich nervig! (Diese "Typen" sind allerdings während der Pause verschwunden.)
1 Comments:
Freu mich das du das mit dem Knorpel jetzt auch weißt. Habe ich diese woche auch gelernt
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