15./16. Nov: Daten-Müll
Den Tag gestern und heute habe ich vor allem damit verbracht auf meinen Computerbildschirm zu starren und dabei zu versuchen aus den Daten, die ich von der Sequenzierung gestern erhalten habe, irgendein gutes Ergebnis heraus zu angeln. Aber so wie es aussieht habe ich letzte Woche nur Müll kloniert. Ich kann nicht einmal sagen, was ich in der PCR wirklich amplifiziert habe. Meine Zielsequenz war es auf jeden Fall nicht. Also noch ein Teil in der Liste der Experimente/Projekte die nicht klappen. Jetzt habe ich noch etwas mehr als drei Wochen, um doch noch irgendein Ergebnis zu produzieren, dass ich dann mit nach Hause nehmen kann...
Ansonsten: Auch wenn es sonst fast immer einen Grund gibt mich über meine Mitbewohner und ihren Mangel an Sauberkeit/Rücksicht o.ä. zu ärgern, so gab es gestern eine postive Überraschung. Denn Alex hatte aus irgendeinem Grund geräucherten Lachs gekauft und Hiro hat sich sofort bereit erklärt den zu Sushi zu verarbeiten. Und so gab's gestern zum Abendessen Sushi, und zwar richtig lecker!
Heute morgen hatten wir dann wieder Lab-Meeting. Und das hätte ich beinahe verschlafen, da ich wohl mitten in der Nacht aus irgendeinem Grund meinen Wecker ausgeschaltet habe. Hab's dann aber so gerade noch geschafft.
Und dann war da heute noch das "Open-Meeting" des Departments... Im Grund war es für mich gar nicht soo interessant, da dieses Open-Meeting eigentlich eine Art Plattform sein soll, wo alle Studenten, Doktoranden, Postdocs, Profs und Mitarbeiter des Departments sich treffen und sämtliche Fragen und Probleme gestellt werden können. Ich war vor allem da, weil Dieter ausdrücklich den Wunsch geäußert hat, dass bitte alle Mitglieder des Labors dort erscheinen mögen, um zu zeigen, dass zumindest sein Lab Interesse am Department hat.
Und das war dann auch bitter nötig, denn von Seiten des Vorsitzenden des Departments kamen nur so Sachen wie "wir sind so toll" oder "wir haben heute mehrere Millionen Drittmittel eingeworben, was sonst niemand an McGill geschafft hat" und so weiter. Als Dirk dann aber angesprochen hat, dass man seit drei Jahren vergeblich auf den versprochenen "Equipment"-Raum (mit so grundlegenden Dingen wie Autoklave, Wassertank oder Spülmaschine) wartet und sich da nichts tut, hat sich gezeigt, dass Verwaltung hier bei weitem nicht besser oder schneller ist als bei uns. Und so stellte sich dann im Gespräch nach dem Meeting auch heraus, dass wohl viele der PI's (primary investigators = Laborleiter) hier ziemlich frustriert auf Grund solcher Mängel sind... Wir sehen also mal wieder: Nur weil irgendetwas einene guten Namen hat (McGill), heißt das noch lange nicht, dass alles auch wirklich so gut ist.
Ansonsten gab es in dem Meeting auch noch eher amüsante Parts. So haben die Undergrade-students sich beklagt, dass man nirgends einen Platz zum Entspannen hätte. Ihr
Vorschlag war dann eine bestimmte Ecke frei zu räumen und dort Sofas hinzustellen. Und im Ernst: Der Vorsitzende meinte, "money for that is not the problem...". Man müsse das halt mit der Verwaltung klären. Aber die Studenten sollen den Vorschlag mal aufschreiben und er würde das dann weiterleiten. Eine nette Art zu sagen: "Netter Versuch, aber ich werde euch da nicht helfen..."
Und außerdem habe ich die McGill-Version von H. Westermann erlebt: "Ja, meine Undergrads, die machen ja soooo viel und sind soooo motiviert. Die sind viel besser als die Graduate students..." Dieser Satz hat natürlich ist natürlich bei den Grads nicht auf Gegenliebe gestoßen, vor allem, da er nicht einmal den Tatsachen entspricht. Aber erst einmal die eigenen Leute ohne Rücksicht auf die Wirklichkeit über alle Maße loben...
Ansonsten: Auch wenn es sonst fast immer einen Grund gibt mich über meine Mitbewohner und ihren Mangel an Sauberkeit/Rücksicht o.ä. zu ärgern, so gab es gestern eine postive Überraschung. Denn Alex hatte aus irgendeinem Grund geräucherten Lachs gekauft und Hiro hat sich sofort bereit erklärt den zu Sushi zu verarbeiten. Und so gab's gestern zum Abendessen Sushi, und zwar richtig lecker!
Heute morgen hatten wir dann wieder Lab-Meeting. Und das hätte ich beinahe verschlafen, da ich wohl mitten in der Nacht aus irgendeinem Grund meinen Wecker ausgeschaltet habe. Hab's dann aber so gerade noch geschafft.
Und dann war da heute noch das "Open-Meeting" des Departments... Im Grund war es für mich gar nicht soo interessant, da dieses Open-Meeting eigentlich eine Art Plattform sein soll, wo alle Studenten, Doktoranden, Postdocs, Profs und Mitarbeiter des Departments sich treffen und sämtliche Fragen und Probleme gestellt werden können. Ich war vor allem da, weil Dieter ausdrücklich den Wunsch geäußert hat, dass bitte alle Mitglieder des Labors dort erscheinen mögen, um zu zeigen, dass zumindest sein Lab Interesse am Department hat.
Und das war dann auch bitter nötig, denn von Seiten des Vorsitzenden des Departments kamen nur so Sachen wie "wir sind so toll" oder "wir haben heute mehrere Millionen Drittmittel eingeworben, was sonst niemand an McGill geschafft hat" und so weiter. Als Dirk dann aber angesprochen hat, dass man seit drei Jahren vergeblich auf den versprochenen "Equipment"-Raum (mit so grundlegenden Dingen wie Autoklave, Wassertank oder Spülmaschine) wartet und sich da nichts tut, hat sich gezeigt, dass Verwaltung hier bei weitem nicht besser oder schneller ist als bei uns. Und so stellte sich dann im Gespräch nach dem Meeting auch heraus, dass wohl viele der PI's (primary investigators = Laborleiter) hier ziemlich frustriert auf Grund solcher Mängel sind... Wir sehen also mal wieder: Nur weil irgendetwas einene guten Namen hat (McGill), heißt das noch lange nicht, dass alles auch wirklich so gut ist.
Ansonsten gab es in dem Meeting auch noch eher amüsante Parts. So haben die Undergrade-students sich beklagt, dass man nirgends einen Platz zum Entspannen hätte. Ihr
Vorschlag war dann eine bestimmte Ecke frei zu räumen und dort Sofas hinzustellen. Und im Ernst: Der Vorsitzende meinte, "money for that is not the problem...". Man müsse das halt mit der Verwaltung klären. Aber die Studenten sollen den Vorschlag mal aufschreiben und er würde das dann weiterleiten. Eine nette Art zu sagen: "Netter Versuch, aber ich werde euch da nicht helfen..."
Und außerdem habe ich die McGill-Version von H. Westermann erlebt: "Ja, meine Undergrads, die machen ja soooo viel und sind soooo motiviert. Die sind viel besser als die Graduate students..." Dieser Satz hat natürlich ist natürlich bei den Grads nicht auf Gegenliebe gestoßen, vor allem, da er nicht einmal den Tatsachen entspricht. Aber erst einmal die eigenen Leute ohne Rücksicht auf die Wirklichkeit über alle Maße loben...
Auf dem Heimweg: Auch McGil hat schon die Weihnachtsdeko ausgepackt. Schließlich mußte ja nach Halloween irgendeine andere Deko her...
Und die Geschäftswelt steht da in nichts nach!Was ich übrigens vergessen habe zu erwähnen: In Montréal haben wir derzeit schnuckelige 16°C. Also alles andere als kalt. Wie sich da die Wettervorhersage bewahrheiten soll, die fürs Wochenende Schneefall angekündigt hat, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall finde ich, dass es ruhig anfangen könnte zu schneien, denn vom Dauerregen habe ich die Nase voll!
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